Der Blick ins Gesicht

Aktualisiert: März 18

Wir machen uns sehr schnell einen „ersten Eindruck“.


Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde nimmt unser Unterbewusstsein unsere Umgebung und selbstverständlich auch andere Menschen wahr. Über die Körpersprache – also Haltung, Kleidung und kleinste Hinweise – kommen wir sehr schnell zu einem Urteil. Kognitiv, also bewusst und nachvollziehbar, kommt dieses Gefühl dann einige Sekunden später bei uns an und wir empfinden Sympathie, fühlen uns bedroht, würden gerne mehr über diesen Menschen wissen oder fangen an, nachzudenken und versuchen, zu verstehen, warum wir uns zu diesem Menschen hingezogen fühlen oder in den Fluchtmodus wechseln. „Fight or flight“ oder „rest and digest“ – die Psychologie erklärt dies über Sympathikus und Parasympathikus. Über den Neurotransmitter Acetylcholin und Impulse auf die Zielorgane, unter anderem mittels Noradrenalin, werden so Reaktion hervorgerufen, die wir erst später verstehen.

Warum wir uns fühlen, wie wir uns fühlen, was andere Menschen bei uns auslösen und wir auf Andere wirken, das können wir natürlich wie vorstehend beschrieben erklären, wirklich helfen würde es uns doch, zu verstehen, warum dies so ist und wie wir mit dem umgehen können, was uns und Andere bewegt. Über die Kunst des Lesens in Gesichtern verstehen wir uns besser, verstehen wir unsere Mitmenschen besser und sind in der Lage, optimal mit den Gegebenheiten umzugehen.

Der Freiburger Fußballtrainer Christian Streich sagte hierzu einst: „Wichtig isch de Umgang damit!“


Schon Aristoteles wies auf die Beziehung zwischen unserem Seelenleben und dem hin, was wir im Aussen erleben. Bis heute forscht der Mensch daran, das Innen zu erklären und zweifelsfrei zu benennen, was uns von Gott gegeben, durch unser Zutun selbst erschaffen oder uns durch das Schicksal selbst und universelle Kräfte aufgebürdet wird. Die Benennung und Bewertung spielt hier stets eine wichtige Rolle, wenn es um wissenschaftliches Arbeiten und die Legitimation der eigenen Aussagen geht.

Ist eine Aussage richtig, weil sie schon einmal niedergeschrieben wurde? Wer entscheidet, was richtig und nicht richtig ist? Und was bedeutet das für jeden Einzelnen und letztendlich für mich?

Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich mit dem Lesen von Gesichtern, dieses Wissen anderen Menschen zu vermitteln und lerne stets dazu. Was, wenn das Lernen und das Entdecken das Geheimnis ist und nicht etwa, das wiederzugeben, was vermeintlich richtig ist bzw. schon einmal so deklariert wurde oder einfach eine größere Masse für richtig hält? Was, wenn das Lernen und [uns] Entwickeln Teil unseres Weges ist und für jeden Einzelnen als Aufgabe und Schlüssel zu Erfüllung und Lebensglück zugleich verstanden werden kann?


Dieses Jahr werden wir vermehrt mit Lernerfahrungen und Pauschalbewertungen konfrontiert. Vielen Menschen ist das anzusehen, vorausgesetzt, wir können das Gesicht eines Menschen sehen. Ich lade jeden ein, sich die Gesichter unserer Mitmenschen anzusehen und auch das eigene Gesicht zu zeigen. Um über den ersten Eindruck und unser Bauchgefühl hinaus Informationen aus den Gesichtern unserer Mitmenschen ablesen zu können, braucht es nicht viel. Mit der Ausbildung zum Gesichtsleser nach der MAIER FENDLER METHODE wird dies noch einfacher und erlebbar.

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