Wir machen uns sehr schnell einen „ersten Eindruck“. Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde nimmt unser Unterbewusstsein unsere Umgebung und selbstverständlich auch andere Menschen wahr. Über die Körpersprache – also Haltung, Kleidung und kleinste Hinweise – kommen wir sehr schnell zu einem Urteil. Kognitiv, also bewusst und nachvollziehbar, kommt dieses Gefühl dann einige Sekunden später bei uns an und wir empfinden Sympathie, fühlen uns bedroht, würden gerne mehr über diesen Menschen wissen oder fangen an, nachzudenken und versuchen, zu verstehen, warum wir uns zu diesem Menschen hingezogen fühlen oder in den Fluchtmodus wechseln. „Fight or flight“ oder „rest and digest“ – die Psychologie erklärt dies über Sympathikus und Parasympathikus. Über den Neurotransmitter Acetylcholin und Impulse auf die Zielorgane, unter anderem mittels Noradrenalin, werden so Reaktion hervorgerufen, die wir erst später verstehen.

Warum wir uns fühlen, wie wir uns fühlen, was andere Menschen bei uns auslösen und wir auf Andere wirken, das können wir natürlich wie vorstehend beschrieben erklären, wirklich helfen würde es uns doch, zu verstehen, warum dies so ist und wie wir mit dem umgehen können, was uns und Andere bewegt. Über die Kunst des Lesens in Gesichtern verstehen wir uns besser, verstehen wir unsere Mitmenschen besser und sind in der Lage, optimal mit den Gegebenheiten umzugehen.

Der Freiburger Fußballtrainer Christian Streich sagte hierzu einst: „Wichtig isch de Umgang damit!“